Freitag, 29. Oktober 2021

Heisse Mädels

Nun ist auch Sadie heiss 😅 Jenna und sie waren ja schon das letzte mal fast gleichzeitig soweit...😊 Ich denke Savannah und Juneau könnten auch wieder zur gleichen Zeit heiss werden...ich hoffe Juneau lässt sich noch bis ende November Zeit...bei ihr weiss man nie 😅 Für uns wird es nun etwas mühsam....den Sadie Baby schläft JEDE Nacht bei uns im Bett...sie wird es nicht verstehen wenn sie jetzt nicht darf.... Jenna bettelt auch jeden Tag 🙄
Zum Dalmilauf werden beide nicht mit kommen können, leider 😔

Dienstag, 26. Oktober 2021

Dalmilauf

Noch mals zur erinnerung, diesen Sonntag findet der Dalmilauf statt. Am 31.10 auf 13 Uhr in Märstetten. Genauer Standort gebe ich euch gerne. 

Aktuell ist Jenna heiss, ich denke auch Sadie wird bald läufig und auch Juneau im November/Dezember. Ja, dann startet unser L-ove Wurf Projekt. Wir freuen uns schon ganz doll darauf. Wer interesse hat, soll sich fleissig melden, den aktuell haben wir gerade wieder viele Anfragen. 

Den Mädels geht es übrigens bestens. Sie sind happy. So soll es ja auch sein. 

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Vereinsgeschichte

Die Sache mit dem Verein 

Ja, diese eine Sache mag komplizierter sein als so manch einer denkt. Vieles hat Sinn  es gibt aber auch eine menge Unsinn. 

Kurz eine erklärung für alle die in diesem Bereich Null Fachwissen haben. 
In Europa ist in der Hundezucht der oberste und führenste Zuchtverband  die FCI. Die FCI bestimmt den Rassestandart und ist wenn man so will der Hauptsitz für die Hundezucht. Praktisch jedes Land hat einen Dachverband der der FCI angeschlossen ist worüber die jeweiligen Rasseclubs züchten können. In Deutschland ist dass der VDH, in der Schweiz der SKG. Unter diesen Vereinen gibt es dann eben noch zusätzliche Rasseclubs für die jeweilige Rasse. Kompliziert, ja in der Tat. 
Die FCI hat eine enorme reichweite.... 

Es gibt je nach Land deutliche unterschiede wenn man eine Rasse züchten will und FCI Papiere haben möchte. So müssen manche Züchter viel mehr auf sich nehmen, wärend andere "blöd" gesagt nur zwei Hunde verpaaren können die FCI Papiere haben um selbst auch diese Papiere zu bekommen. Die FCI schreibt dir nix vor, die Hunde müssen laut Papier einfach dem Rassestandart entsprechen und keine Zuchtausschliessende Fehler haben. In anderen Ländern geht es viel kontrollierter zu und her. Willst du FCI Papiere für deine zukünftigen Welpen, dann startest du deine Zucht im ideal Fall auch mit einem Hund der solche Papiere hat und in einem Rasseclub. Alles andere wird "holzig" . Bevor du züchten kannst, musst du mit deinem Hund Austellungen besuchen und danach folgt eine Zuchtzulassung bei der der Hund genauer unter die Luppe genommen wird von jemanden der weiss auf was er achten muss. Ein Körrichter. Fachlich geschult.
Ist da alles ok, darfst du im Prinzip züchten, wenn du deine Zuchstätte angemeldet hast und vom Verein alles ok ist.  Natürlich nur mit einem Rüden der eine zulassung hat. Dies alles geschieht in einem Rasseclub der dem jeweiligen Dachverband des Landes angeschlossen ist. Es gibt viele Regeln und ich finde das auch absolut ok und sinnvoll. 

Nun, was mich an der Sache schon immer geärgert hat, ist die tatsache dass es in manchen Länder so "simpel" ist, FCI Papiere zu bekommen und in anderen wiederum viel aufwändiger. Es sollten doch alle die gleichen voraussetzungen haben, oder? 
Was auch ein Punkt ist, der vieles was eigentlich toll wäre zu nichte macht, ist; Der Mensch an sich. Was in diesen Kreisen alles gelogen und betrogen wird mag wohl kaum einer glauben. Aber tatsächlich und traurigerweise läuft es in den meisten Vereinen etc. sehr unsauber zu und her. Das würde kaum einer zugeben, aber es ist eine art Mafia und hat mit dem Thema "Hundezucht" oft nicht mehr viel zu tun. Ich möchte mich da nicht all zu doll aus dem Fenster lehnen aber es gibt rund um die Rasseclubs etc tausende grussel Geschichten und trotzdem findet jeder er mache alles korrekt und seriös. 

Die Grundidee wäre ja perfekt, wie das ganze dann läuft ist immer ein ganz anderes Thema. 
In den USA ist der grösste und wichtigste Club übrigens der AKC. Der ist mit der FCI zu vergleichen. Die Züchter dort müssen allerdings nicht über einen Rasseclub oder Dachverband züchten, es steht ihnen frei wie sie züchten. Auch dort gibt es Regeln, die sind allerdings nicht so strikt wie hier. Die Rassereinheit ist auch hier das wichtigste. Der AKC und die FCI arbeiteten zusammen. Du kannst mit AKC Hunden also in der FCI züchten und umgekehrt. 
Es gibt natürlich auch ein paar andere kleinere Organistationen die haben aber nicht so eine Reichweite wie die FCI. 

Das ganze ist noch weit aus komplizierter als hier möglichst kurz beschrieben aber da dies für die meisten nicht relevant ist und ich nicht auf diese Thematik ansprechen möchte, verschone ich euch damit. 

Wer züchtet soll dies seriös machen, so viel ist klar aber was ist denn seriös? Manche oder sogar sehr viele behaupten seriös züchtet man nur in den offiziellen Kreisen, doch warum? Sind dort die Menschen ehrlich, aufrichtig, liegt ihnen das wohl der Rasse so sehr am Herzen? Komunizieren sie alles offen und ehrlich? Züchten sie aus vernümpftigen Gründen? Sind alle Hunde komplett durch gecheckt? Vermeiden sie die Zucht mit kranken Tieren? Haben sie genug weitsicht? Steht die gesundheit im Vordergrund? Werden die Regeln den eingehalten? 

All diese Frage zur ethischen Einstellung sind schlussendlich abhängig von der moral der jeweiligen Person, also dem Züchter. Weder ein Verein oder ein Dachverband oder eine Organisation kann eine Garantie für seriösität sein. Es wird überall gemoggelt, betrogen, gelogen, es gibt also auch keine Garantie. 

Trotzdem sind viele der Auffassung dass es nur korrekt läuft, wenn man über den FCI züchtet. Der Rest dient nicht der Rasse. Da muss ich wiedersprechen. Unter der FCI hat man eine menge Rasse zum Krüppel gezüchtet. Ja, und das traurige ist, dass diese Tatsache strikt nicht anerkannt wird. Rassewahn, Rassereinheit kann sehr gefährlich werden, die kosten tragen dann die Hunde. 

Einen guten Züchter erkennt man also keinesfalls an der zugehörigkeit seines Vereins. Es spielt keine Rolle unter welchem Dachverband er züchtet. Es ist eine frage der persönlichen Einstellung und ganz klar eine Frage der persönlichkeit. 

Mich selbst quälte die Tatsache lange dass ich nicht bei der FCI bin. Weil man mir sugeriert hat, das dies der einzige richtige Weg für die Rasse ist. Heute weiss ich dass dies nicht stimmt. Die Züchter behaupten nur über den "offiziellen" Weg erreichst du was gutes für die Rasse. Das stimmt nicht und ich glaube so manch einer lügt sich da selbst in die Tasche. Mit ihrem Wahn haben viele Züchter ihre Rasse zum Krüppel gezüchtet. Viele Linien sind so degeneriert dass man fast keine gesunde Welpen mehr bekommt. Man jongliert mit Krankheiten die immer übler werden und arangiert sich damit weil es ja "normal" ist. Tut man wirklich was gutes für die Rasse oder redet man sich da evt nicht einfach etwas ein?  Man hat einen Ruf zu verlieren, nicht wahr, wer ist dann bitteschön ehrlich wenn es um die eigenen Fehler geht. 

Es gibt eine menge guter Züchter die wirklich bemüht sind, es gibt aber auch unglaublich viele die nicht sauber arbeiten. Vieles liegt daran dass man Angst hat ehrlich zu sein. Es gibt viel zu wenig zusammen arbeit und man hat das Gefühl sich über die Zucht zu deffinieren. Fehler bedeuten versagt zu haben und man will möglichst keine Angriffsfläche bieten. So kehrt man die Dinge unter den Teppich und moggelt sich die Dinge zurecht. Es ist irgendwie nachvollziehbar aber der falsche Weg. 

Ganz besonders traurig und schade finde ich es, dass extrem viele Züchter die unter dem FCI züchten extrem gering schätzig auf Züchter herab sehen die eben nicht in der FCI sind. Bei manchen ist es sogar schon Hass. Es wird alles schlecht geredet ohne wirklich fundiertes Wissen und man würde niemals, NIEMALS einen Hund in die dissidenz verkaufen, das wäre eine Schande. Ich verstehe tatsächlich dass viele Züchter Angst haben ihre Hunde an Züchter zu verkaufen die nicht in der FCI Züchten, ich meine da würde man extrem fertig gemacht werden, wie hat man so was zulassen können. Die sind doch alle unseriös, die züchten nicht bei uns und deren Zuchtphilosophie ist doch komplett fragwürdig. Ich glaube dass es Züchter gibt, die Dissidenzzüchter gar nicht mal so doof finden und auch deren Zuchtphilosophie nicht aber niemand wagt es dies zu benennen und schon gar nicht, einer seiner Welpen dort hin zu verkaufen. Es ist schwach und sehr traurig. Man würde also lieber einen Welpen an einen bekannten berühmten Züchter verkaufen der seine Hunde in Zwinger hält und nur als Zuchtobjekt ansieht als einem Züchter der eben andere Ansichten hat als der FCI aber dafür ein Traum Zuhause bietet? Ernsthaft? 

Züchten hat viel mit Ethik zu tun und davon haben viele eine ganz andere Ansicht. Es ist einfach Schsde dass keine kooperation statt findet und viele einfach für sich selbst schauen. Ihre Interessen verfolgen und möglichst dafür sorgen dass eine dicke Mauer um sie herum ist. Vereinzelt findet man jedoch Züchter die den weitblick haben, offen und ehrlich sind und auch genug Mut ihren Weg ganz offen zu gehen. 

Tatsächlich funktioniert es in unserem Verein sehr gut und dies nun auch schon über längere Zeit. Die Züchter arbeiten zusammen, sind offen und ehrlich zueinander und Missgunst kennen wir nicht. So fühlt man sich wohl und kann viel mehr erreichen als wenn Neid und Missgunst ständig im Spiel sind. Auch in unserem Verein gibt es Makel aber die werden eben nicht unter den Teppich gekehrt. Wir werden von vielen Züchter nicht "gemocht" die in den offiziellen Kreisen züchten und dass nur weil wir Lemon, Langhaar und co. in der Zucht zulassen.  Böse Zungen behaupten wir wollen damit nur Profit machen und fixieren uns nur darauf. Langfristig wird das nicht gut gehen da wir dann einen zu engen Genpool haben. Es ist schade dass man das unbedingt so sehen will, den es entspricht überhaupt nicht der Tatsache. Ja, wir müssen uns mehr bemühen an "neue" Hunde zu kommen, weil man uns den zugang zu vielen versperrt weil wir ja "nur" ein Dissidenz Verein sind. Aber wir fixieren uns weder auf das eine noch auf das andere und einen zu engen Genpool gibt es auch nicht. Es ist bei uns auch nicht erlaubt zu eng zu züchten und einen Inzuchtkoiffizient von 2,5% auf 5 Generationen zu überschreiten. Dies ist in anderen Vereinen kein Thema, dort wird teilweise so eng gezüchtet dass mam auf einer Ahnentafel 3 mal den gleichen Hund findet. Zur Rechtfertigung heisst es dann das dies überaus typvolle Hunde waren. Ja, klar und was ist mit all den deffiziten die so eine enge Linienzucht mit sich bringt? Oder waren diese typvollen Hunde alle charakterlich und erbtechnisch überragende Hunde? Ist das wissen darüber so fundiert oder zählt am Ende eben doch nur die Optik? 

Wirklich schade wie das läuft, da wünscht ich mir manchmal dass ALLE die gleichen voraussetzungen hätte und man sich "nur" zu registrieren braucht und alles andere ist von der Ethik und moralverstellung des Züchters abhängig. Gewiss würde es dann viele schwarze Schafe geben aber die gibt es auch jetzt nur eben geschützt unter dem Deckmantel eines Dachverbandes.

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Aktuelles

Die letzten Tage habe die News Seite etwas vergessen. Viel ist aber auch nicht geschehen. Ray ist in den Ferien bei uns und wir sind jeden Tag unterwegs. 

Die Mädels sind gut drauf und bis jetzt wurde auch noch niemand läufig. Ich rechne bei Jenna und Sadie bald damit. Juneau wartet hoffentlich noch bis im Dezember. 1 1/2 Monate sind nicht viel...und dann startet das Projekt L-ove Wurf 😊 

Der K-Wurf entwickelt sich wunderbar und auch der J-Wurf vom Frühjahr ist ganz toll. Beide Würfe dieses Jahr waren meega 😊 Auf die Würfe im nächsten Jahr bin ich aber auch schon gespannt. 

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Der Anfang

Wie alles begann..... 

Nun, es sind nun schon 10 Jahre vergangen seit ich meinen ersten Wurf hatte und 10 Würfe sind in der zwischen Zeit in meiner Zuchtstätte geboren. 
Selbstverständlich kann ich mich noch an jeden Wurf und jeden Welpen erinnern. Jeder einzelne wird immer etwas spezielles für mich sein. 

Heute habe ich 3 Dalmi Mädels, die besten die man sich nur wünschen kann. 20 Jahre ist es her,als mich dieses Fieber gepackt hat und nie mehr los lies. Zum Glück. Heute nehme ich euch mit auf meine Reise wie es begann, natürlich nur wer das auch interessiert. 

Man kann sagen dass ich schon immer besessen von Hunden war. Das zeichnete sich sehr früh ab und trieb meine Familie in den Wahnsinn. Wir waren 5 Kinder und dementsprechend war in unserer Familie auch immer viel los. Ich war schon immer ein sehr ruhiger Mensch, somit habe ich mich oft selbst beschäftigt und "Hund" gespielt 😅 Einen eigenen Hund durfte ich sehr sehr lange nicht haben. Es fehlte an Zeit, an der optimalen räumlichlichkeiten und vielem mehr. Da ich selbst also keinen Hund haben durfte, ging ich in der Nachbarschaft mit den Hunden Gassie und verdiente mir etwas Taschengeld. Ich hatte ein paar Hunde und habe mich unheimlich darüber gefreut. Ich sammelte die ersten Erfahrungen mit Hunden und es gefiel mir unheimlich gut. 

Im Jahre 2001,da war ich gerade 14 Jahre alt, zogen wir endlich in ein Haus. Hauptsächlich um mir meinen Wunsch erfüllen zu können. Ich hatte absolut keinen Plan welcher Hund es sein soll und auch nicht, wie man das wirklich angeht. Klar, ich hatte unmenge über Hunde gelesen aber so richtig ahnung hatte ich nicht. Ich kannte jedoch fast jede Rasse. Besonders angetan war ich von Staffies, Pit Bulls, Molosser aber auch Schäferhunde gefielen mir gut. Als ich ein Ja bekommen habe, mir einen Hund zu suchen, war ich völlig aus dem Häusschen. Meine Mutter hatte immer noch zweifel. Sie dachte dass mir das nach kurzer Zeit auf die Nerven geht und sie dann den Hund an der Backe hat. Ich war total euphorisch und suchte überall nach einem passenden Hund. Es war irgendwie komplizierte als gedacht. Damals war das Internet nicht wie heute und mobil war ich auch nicht. Ich habe viele Züchter kontaktiert aber irgendwie ergab sich nichts. Es war mein Vater, der meiner Mutter erzählte dass er jemanden kennt, der sich völlig unüberlegt einen Dalmatiner Welpen angeschafft hat. Einen Dalmatiner, ok. Das war nun nicht wirklich dass was ich wollte und nie auf meiner Top 10 stand. Ich wollte aber uuunbedingt einen Hund also rief ich da an und vereinbarte ein Treffen am nächst gelegenen Bahnhof. Dort übergab mir, relativ kurz und schmerzlos eine Dame den kleinen gepunkteten Hund. Zack, hatte ich die Leine in der Hand und war einfach, wie soll ich sagen überwältigt. Und das ist nun meiner??? Ich hatte meine kleine Schwester dabei und lief über den Bahnhofplatz, ich wollte zum Bus, da es recht weit zu Fuss nach Hause war. Aber der kleine Punktemann hat einfach mitten auf den Bahnhofplatz geka...! Ich hatte natürlich nix dabei, zog ihn an der Leine mit und habe mich zu tode geschämt ☺😅 Wir liefen am Bus vorbei und sind die Strecke nach Hause gelaufen. Zu gross war die Angst dass er in den Bus macht. Tja, es fing ja schon sehr vielversprechend an. 

Den ganzen Heimweg lang dachte ich darüber nach wie ich ihn nennen soll. Er war wunderschön und mit 16 Wochen auch gar nicht mehr so klein. Ich war verliebt. Aus welchen Gründen auch immer, nannte ich ihn Kani. Es sollte was cooles sein und damals war die Kleider Marke Karl Kani voll inn. Tja, und so blieb der Name Kani. Kani war ein Dalmi voller Leben und für einen Anfänger wie mich alles andere als einfach. Er war aber vom ersten Augenblick an mein Ein und Alles. 

Es war nicht einfach. Kani durfte im Haus nicht überall hin, er hatte seine Ecke und den Garten. Da mein Stiefvater recht religiös war, war mehr nicht möglich. Heute muss ich sagen war das etwas doof aber viele Dingen liefen nicht ideal und hinterher ist man immer schlauer. Ich habe mich immer sehr gut um Kani gekümmert und wir waren eigentlich immer zusammen unterwegs. Er hat die Schuhe meiner Mutter gefressen, mit meiner kleinen Schwester gekabbelt, unerlaubte Streifzüge durch die Nachbarschaft gemacht und vieles mehr. Im ersten Jahr habe ich viel gelernt und ihm sehr viel beigebracht. Er war ein folgsamer Rüde aber hatte unglaublich viel Energie. Wir sind täglich mit dem Fahrad los und er hatte immer noch nicht genug. Als erwachsener Rüde wurde er auch sehr dominant und ich habe unglaublich viele Fehler gemacht in der erziehung. Anstatt mit ihm zusammen zu arbeiten war es oft ein gegeneinander. Es war immer die Frage, wer ist der Boss. Ich war jung und dumm und er ein absoluter Alpha. Als beschäftigung und auslastung habe ich dann von meinem Vater einen Saccowagen bekommen. In langsamen Schritten habe ich Kani beigebracht den Wagen zu ziehen. Es ging lange aber als er es verstanden hatte, gab es kein halten mehr. Er hatte sehr viel kraft und eine unglaubliche Freude am ziehen. Wir waren kilometer lange strecken unterwegs, es war traumhaft. 

Die befürchtung meiner Mutter dass mir der Hund zu blöd wird, hat sich nicht bestättigt. Im gegensatz zu den meisten anderen Teenager war ich nicht in Bars oder Discos unterwegs. Ich war draussen mit meinem Hund und meiner besten Freundin. Meist in den Wäldern oder am Fluss. Alkohol und Drogenexzesse gingen an mir vorbei. Noch bevor Kani 2 Jahre alt war bekam ich einen zweiten Hund dazu. Es war Schicksal und doch völlig unüberlegt. Eine Pit Bull Hündin aus dem spanischen Tierschutz kam zu uns. Pluja war ein wunderschöner, schwarzer Pit Bull. Lieb, verschmust aber eine unheimlich gefährliche Dame. Ich war damals 15 Jahre alt und hatte viel zu wenig erfahrung mit Hunden um diesen Hund richtig und kompetent führen zu können. Nach kurzer Zeit fing Pluja an uns zu verteidigen. Sie tat das still und ohne grosse Vorzeichen. Fremde durften sie nicht anfassen. Ich konnte sie sehr gut führen, sie hatte einen guten gehorsam und sie war auch gut kontrollierbar aber wenn etwas unvorhersehbares passierte, war bei ihr alles zu spät. Sie schnappte mehrfach zu, immer völlig aus dem nichts. Sie war extrem schwer einzuschätzen. Sie war einer dieser Hunde die still wird und dann völlig unerwartet angreifft. Sehr gefährlich und zu therapieren auch sehr schwer. Fremde Hunde, gerade kleine wollte sie töten, daran gab es keinen Zweifel. Ich weiss nicht was sie in ihrem Leben erfahren durfte, gutes war es bestimmt nicht. Nach mehreren kleinen "Attacken" lies ich sie gehen. Es ist nie etwas "schlimmes"  passiert aber zu viel um es einfach so zu ignorieren. Pluja war gefährlich, so viel war klar. Ob ich heute auch noch so entschieden hätte, weiss ich nicht. Aber Pluja war nicht ein Hund den man einfach gerade biegen konnte mit irgendwelchen Trainingsmethoden, bei ihr war etwas kabutt dass man nur versuchen konnte zu handeln , nicht therapieren. Für manche mag das schwer zu verstehen sein aber Hunde wirklich verstehen kann nicht jeder und richtig einschätzen noch weniger. 

Kani und ich blieben nicht lange alleine. Ein Boxermix zog ein. Ein junger Rüde Namens DJ. Ich war damals sooo angetan von Boxer, konnte mir aber keinen reinrassigen leisten. So wurde es eben DJ. Er war ein toller Hund und wunderschön. Mit Kani hat es gepasst aber DJ stand immer in Kanis Schatten. Nach knapp vier Jahren und vielen vielen erlebnissen, entschied ich mich DJ an jemanden weiter zu geben, der ihm mehr aufmerksamkeit schenkte. Es war die beste entscheidung, wie sich zeigte. 

Lange Zeit war ich dann mit Kani alleine. Er begleitete mich durch viele stürmische Zeiten und ich lernte eine menge von ihm. Auch über mich selbst und was ich eigentlich will oder eben nicht. Kani war ein toller Hund aber nie einfach und meine Fehler hatten bei ihm auch ihre wirkung gezeigt. Noch heute muss ich sagen, dieser Hund war wirklich sehr speziell. Ein Alpha und zugleich ein sehr intelligenter Hund, er hat es mir nicht leicht gemacht aber ich bin sehr froh war er 12 Jahre mein Lehrer. Eine unglaublicher Hund mit persönlichkeit. 

Von welcher Zuchtstätte Kani kam, wusste ich lange nicht. Er war im Innenohr tätowiert, das war früher üblich. Anhand dieser Nummer fand ich nach unglaublich langer suche heraus von wo er stammte. Er war aus Prag aus der Zucht " of Naire" und hatte einen sehr guten Stammbaum. Züchten war schon immer etwas was mich begeistert hat. Und ich lies Kani auch ein paar mal decken. Naiv wie ich war auch ein mal nicht gut durchdacht. Oft hat Kani nicht gedeckt und eigentlich auch nie im Verein. Da ich lange seine Herkunft nicht kannte war dies auch nicht möglich. Alle seine Würfe sind auf der Webseite von uns ersichtlich. Ich war dumm und naiv und heute würde ich das anderst angehen aber man lernt dazu. 
Im Jahre 2009 entschied ich mir einen Dalmi Hündin dazu zunehmen um den selbst zu züchten. Ich fand eine Hündin aus Bratislava aus einer tollen Zucht und war begeister als Sioux einzog. Sioux hatte tolle Linien und passte toll zu Kani. Nach 2 Jahren und allen gesundheits Checks gabs dann im Jahre 2011 den A-Wurf bei den Spotted Pride. Kani und Sioux hatten 6 Welpen. Ich wiederholte den Wurf im folge Jahr. 

Sioux war eine spezielle Hündin die extrem schnell gelernt hat und einen super gehorsam hatte. Sie war aber nie "mein" Hund. Ich hatte nicht so den Draht zu ihr und ihr Wesen war nicht dass was ich bevorzugte. Klingt nun komisch aber, ich mag Hunde die ruhig und gelassen sind. Sioux war weder das eine noch das andere. Sie hat viel gejammert war nicht wirklich gelassen und zog ihr eugenes Ding durch. Nach ihrem dritten Wurf und der kastration hatte sie sich  verändert und wir harmonierten gar nicht mehr zusammen. Vielleicht war es auch die tatsache das Kani uns verlies und wir beide uns verändert hatten. Kani starb im Juli 2013, für mich völlig unerwartet. Er war sehr Fit, natürlich nicht mehr wie früher aber für 12 Jahre war er super in Form. Er lief mit 11 Jahren noch an Zughunde Rennen und das mit sehr guten Leistungen. Er hatte aus dem nichts Krampfanfälle und musste nach 2 Tagen eingeschläfert werden. Vermutlich wuchs ein Tumor in seinem Kopf. Es war schrecklich. Mein Lehrer, Meister verlies mich und hatte mich vor die schwierigste Aufgabe meines Lebens gestellt. 

Ein paar Monate nach seinem Tod zog seine Enkelin Jenna bei mir ein. Jenna hat mich aus meiner trauer gerissen und mich geheilt. In Jenna sehe ich soo viel Kani aber ohne dieses strenge und harte was er hatte. Auch waren die ersten 3 Würfe etwas "schwieriger" als die Würfe die mir Jenna schenkte und das gab mir neuen Mut in der Zucht. Jenna ist ein so wahnsinnig toller Hund und für mich so wichtig. Sie hat mir sehr viel gegeben und auch viel beigebracht. Sie hat für mich auch einen tollen Stammbaum wie man ihn heute nicht mehr viel sieht. Naja, ich muss zugeben, dass ich da auch sehr eigen bin. Ich habe tausend Stunden damit verbracht Stammbäume zu durch forsten und alles möglich in erfahrung zu bringen was wichtig ist. Das ist als Züchter natürlich auch ein Muss. Der Dalmi hat sich in den 20 Jahren wo ich mit bekommen habe doch recht verändert und manche Linien haben mich so gar nicht überzeugt. Gerade im Hinblick auf die Gesundheit. Aber Linien und ihre Gesundheit ist ein anderes Thema. 

Mit Jenna konnte ich meine Zucht weiter führen und das mit gutem gewissen und mit meinen "Stammhunden" im Pedigree. Sioux verlies uns nach ihrem dritten Wurf, weil es einfach nicht mehr gepasst hat. Jenna die selbst super gelassen und easy ist, fand Sioux zappeligkeit auch nicht toll. Ich habe es nie bereut, Sioux an einen passenden Platz abgegeben zu haben. Es hat dort super gepasst und Sioux hat das sehr gerne angenommen. Sioux starb dieses Jahr mit 12 Jahren und bleibt unvergessen auch in meinem Herzen. 

Durch Zufall kam 2018 Juneau in mein Leben. Jenna hatte gerade ihren dritten Wurf, den F-Wurf und irgendwie wollte das Schicksal es einfach so, dass sie zu uns kommt. Lange habe ich nach einer LUA Hündin gesucht aber nie hat es gepasst. Tja, dann bekam ich die Nachricht das Juneau umplatziert werden sollte weil es in ihrem Zuhause nicht harmoniert. Juneau ist eigentlich aus Missouri, Salem USA. Wurde  importiert um später in die Zucht gehen zu können. Es klappte aber in ihrem Zuhause einfach nicht. So kam das flauschige Mädels zu uns. Ich gestehe, ein Langhaar war nie auf meiner "Must have" Liste aber Juneaus Wesen hat mich verzaubert. Sie kam zu mir, weil ich eine gute LUA Hündin wollte und habe den Jackpot bekommen. Juneau ist etwas vom besten was mir hätte passieren können. Ich liebe sie und sie mich, dass ist nicht zu übersehen. Für meine Zucht ist Juneau eine riesen bereicherung und für mein Herz sowieso. 

Letztes Jahr, 2020 habe ich dann zum ersten mal selbst einen Hund aus meiner Zucht behalten. Sadie ist meiner Meinung nach der beste Hund den ich selbst gezüchtet habe. Nicht Optisch aber charakterlich, den sie ist kaum zu übertreffen. Sadie ist einfach genial. Ein Traumhund, mein Traumhund. Sie führt meine Blutlinie weiter den ihr Papa Dou Dou ist ein Sohn von Jenna. Mit Juneaus als Mutter trägt sie auch ihre wertvollen Gene. Einfach klasse. 

Ich habe noch einiges vor aber mit der entwicklung bin ich bis jetzt sehr zufrieden. Heute bin ich froh und stolz meinen Weg gegangen zu sein. Ja, klar, er war nicht fehlerlos aber um das geht es auch nicht. Oft wurde ich kritisiert aber schlussendlich habe ich viel erreicht. Mir ist stets wichtig aufrichtig und ehrlich zu sein. Nichts ist perfekt und dass ist auch ok so. 
Zu züchten ist mir wichtig, es ist meine Passion und ich liebe es unglaublich. Für mich ist der Fokus eine robuste Gesundheit und ein unkompliziertes Wesen alles andere ist nebensächlich. Natürlich gelingt mir das nicht immer aber das ist ok. Ich möchte aber offen damit umgehen dass eben nicht alles ideal ist und deffizite immer zu finden sind. 
Meine Mädels liegen mir sehr am Herzen. Sie geniessen ein tolles Leben und sind in erster Linie Familienmitglieder. Sie bedeuten mir unglaublich viel und die grösste motivation zu züchten ist für mich dass ich den Menschen diese Art von Liebe geben möchte. Diese eine Art von Liebe die ich für meine Hunde empfinde und täglich zurück bekomme.